Schulprofil

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Entstehung der Schule für Kranke

Die meisten der 14 Schulen für Kranke in Bayern entstanden Ende der 70-iger, Anfang der 80-iger Jahre. Man erkannte, dass Kinder, die längere Zeit im Krankenhaus liegen, auch Unterricht brauchen.

Welche Schüler werden unterrichtet?

Es werden Schüler bzw. Patienten aus allen Schularten und Altersstufen kostenfrei unterrichtet, die sich wegen einer Erkrankung in stationärer oder teilstationärer Behandlung befinden und ihre Stammschule während dieser Zeit nicht besuchen können.

Der Arzt muss die Kinder für den Unterricht freigegeben haben. Die Verweildauer liegt zwischen einigen Tagen bis zu einem Jahr.

Die staatliche Schule für Kranke Nürnberg-Fürth besteht seit Herbst 1985 als eigenständige staatliche Schule mit einer zentralen Schulleitung in Nürnberg, Schnieglinger Str. 38.

Wo unterrichten wir?

Kinder-und Jugendpsychiatrie
Tagesklinik im Klinikum Nbg.-Nord

Kinderklinik im Klinikum Nürnberg-Süd

Cnopf'sche Kinderklinik

STEP
Therapeutische Wohngruppe
Cramergasse, Dresdener Str.
 
sowie:

  • Kliniken Dr. Erler
  • St. Theresienkrankenhaus
  • Krankenhaus Martha-Maria
  • Sana Klinik am Birkenwald
  • EuromedClinic, Fürth

Ziele des Krankenhausunterrichts

  • Schulische Leistungsfähigkeit erhalten oder wiederherstellen
  • Heilungsprozess unterstützen
  • Realistische Selbsteinschätzung der Fähigkeiten
  • Positive Einstellung gegenüber Schule entwickeln
  • Freude am Lernen wecken
  • Reintegration in Stammschule/Schulversuch

Wie und was unterrichten wir?

  • Unterricht in den Kernfächern (Deu, Mat, Eng …)
  • Einzel-, Gruppen- und Klassenunterricht
  • Unterricht für alle Schultypen u. Jahrgangsstufen
  • Unterrichtszeit variiert von ca. 6 – 18 Wochenst.
  • Diagnostik (z.B. Lernstörungen)
  • Beratung (z.B. Schullaufbahn, Schulwechsel)

Wer unterrichtet? 

Es können Lehrkräfte aller Schularten unterrichten.

Das Kollegium der Nürnberger SFK besteht aus

  • 11 Sonderschullehrkräften
  • 5 Grund- und Hauptschullehrkräften
  • 5 Gymnasiallehrkräften
  • 2 Religionspädagogen

Viele Lehrkräfte fahren mehrere Kliniken an.

Besonderheiten

Die Schule für Kranke ist eine Durchgangsschule. Sie kann niemals Stammschule sein. Der Schülerbogen wird immer von der Stammschule geführt.

Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Stammschule

Kontakt wird tel. oder schriftl. durch Lehrkräfte aufgenommen. Danach richten sich der Unterrichtsstoff und die Vorgehensweise. Es werden Schulaufgaben abgesprochen oder übernommen.

Förderpläne / Berichte / Zeugnisse

Nach einer Leistungsdiagnostik wird für jeden Schüler ein individueller Förderplan erstellt. Berichte werden vor den Zwischen- und Jahreszeugnissen an die Stammschulen geschickt. Sie sollen als Grundlage für die Erstellung der Zeugnisse dienen. Die Stammschulen stellen normalerweise die Zeugnisse aus. Bei Entlassung aus der Klinik wird für jeden Schüler, der länger als 3 Wochen die SFK besuchte, ein Leistungsbericht für die Stammschule verfasst, der zu den Schülerpapieren genommen werden soll.

Schulversuche

Für Kinder aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden zur Wiedereingliederung Schulversuche durchgeführt, möglichst in der Schule und in der Klasse, die das Kind später besuchen soll. Das Kind nimmt ein bis zwei Wochen lang am Unterricht der Regelschule mit Unterstützung des Klinikpersonals teil.

Hausunterricht

In der Regel ist die Stammschule für den Hausunterricht zuständig. Die Schule für Kranke kann im Rahmen freier Kapazitäten unterstützend mitwirken.

Virtueller Unterricht

Virtueller Unterricht kann den Unterricht ergänzen. Sinnvoll vor allem für langfristig erkrankte Kinder, die zu Hause sind und immer wieder ins Krankenhaus zurückkehren. Sowohl die Schule für Kranke als auch die Stammschule kann virtuellen Unterricht erteilen. Einklinken in den Klassenunterricht per Videoschaltung ist vereinzelt auch möglich.

Nachteilsausgleich

Der Nachteilsausgleich ist vorgesehen für behinderte Kinder oder Kinder mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, wie z.B. Asperger Autismus. Zum Nachteilsausgleich zählen
  • Schulorganisatorische Maßnahmen, z.B. Zimmer, Sitzplatz, Pausen, Tutoren
  • Technische Hilfen, wie z.B. PC statt Handschrift, Zeichenprogramm statt Zirkel

Mobile Dienste gibt es für seh- und hörgeschädigte sowie für körperbehinderte Kinder, für erziehungsschwierige und für autistische Kinder

Didaktisch-methodische Maßnahmen, z.B. Lückentext, vergrößerte Kopien, verstärkte visuelle oder akustische Darbietung des Stoffs

Leistungsfeststellungen

  • Verlängerung der Arbeitszeit bis zu 50 %
  • Verkürzung des Aufgabenumfangs mit Anpassung des Notenspiegels
  • mündliche Aufgaben auch schriftlich vorlegen
  • zusätzliche Pausen
  • Verwendung technischer Hilfsmittel, z.B. für das Zeichnen 

Allgemein gilt: Die Hilfen dürfen das Anforderungsprofil der Aufgabenstellung nicht herabsetzen.

Diese Kinder brauchen unsere Unterstützung!